Orthopädie

Wissenschaft von der Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Fehler des menschlichen Bewegungsapparats.
Folgende Ärzte des Ärzte-Gesundheitszentrum Lägern sind auf diesem Fachgebiet tätig: Herr Dr. med. Igor Budic

 
 
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Schultereckgelenk

Am Schultereckgelenk treffen das Schulterdach (Acromion) und das äussere Schlüsselbeinende (Clavicula) zusammen (Acromio Clavicular Gelenk). Bei jeder Bewegung der Schulter bewegt diese kleine Gelenk mit. Beide Knochenenden sind jeweils mit Gelenksknorpel überzogen, der Raum wird durch eine Knorpelscheibe, eine Art Meniskus, ausgefüllt. Das Gelenk wird über seine Gelenkskapsel und die coraco-clavikulären Bänder stabiliert.

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Schulter

Die Schulter ist unser beweglichstes Gelenk. Die anatomische Grundlage dafür ist eine im Verhältnis zum Gelenkskopf (Humeruskopf) sehr kleine Gelenkspfanne, das Glenoid. Zur Stabilisierung des Gelenks tragen statische und dynamische Faktoren bei. Die statischen Faktoren sind die Form des Kopfes und der Pfanne, eine knorpelige Dichtungslippe (Labrum) rund um den Pfannenrand, welche stützt und dichtet, mehrere Bänder zwischen dem Schulterblatt und dem Oberarmkopf (glenohumerale Ligamente) und die Gelenkskapsel. Diese und die umgebenden Weichteile sind zudem mit proprioceptiven Nerven versorgt, welche dem Hirn den Spannungszustand der Weichteile und die Lage des Oberarmkopfes rückmelden und somit die Koordination der mobilisierenden und stabilisierenden Muskulatur ermöglichen. Dies sind die dynamischen Stabilisierungsfaktoren.

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Ellbogen

Der Ellbogen ist ein komplexes Gelenk mit diversen Verletzungsmustern, welche oft in einer störenden Bewegungseinschränkung, seltener in Schmerzen oder in einer Arthrose münden. Gängige Schäden sind Ausrisse der distalen Bizepssehne, Luxationen und Frakturen.

Handgelenk

Handgelenksprobleme können traumatologisch, degenerativ oder Anlage bedingt sein. Stürze, Einklemmungen, Schnittverletzungen, Bisswunden führen in der Regel in den Notfall. Eine Einengung des Karpaltunnels oder der Beugesehnen kann chirurgisch  relativ einfach und nachhaltig behoben werden. Degenerative Veränderungen (TFCC-Läsion, Handgelenksarthrose) behandelt meist der Handchirurg.

 
 
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Hüfte

Die Hüfte, unser grösstes und neben dem Knie anfälligstes Gelenk, kann verschiedensten Erkrankungen unterliegen. Hüftfrakturen sind in der Regel eine Folge von Unfällen. Hüftarthrosen sind meist Alterserkrankungen nach jahrelanger Abnützung des Gelenks, oft mitverursacht durch Formvarianten des Gelenks oder familiär, beziehungsweise genetisch bedingter Anfälligkeit des Gelenksknorpels. Durchblutungsstörungen des Knochens führen zu Femurkopfnekrosen, mittel- und langfristig wie bei den Arthrosen und nach ausgeschöpften konservativen Massnahmen zu einer prothetischen Versorgung des Gelenks.

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Knie

Das Knie ist ein stark belastetes und biomechanisch komplexes Dreh-/Scharniergelenk, welches nicht nur verletzungsanfällig ist, sondern bereits früh Verschleisserscheinungen zeigt und dessen Behandlung komplex sein kann. Die Behandlungsstrategie wird neben der Pathologie bestimmt durch weitere Faktoren wie Alter, berufliche und sportliche Aktivität, Gewicht, Nebenerkrankungen, Voroperationen und den Leidensdruck der Patienten. Unfälle, insbesondere bei Sport und Spiel, führen meist zu Verletzungen der Bänder und Menisken, als Spätfolge nicht selten zur vorzeitigen Alterung des Knorpels, der Arthrose. Anlagebedingt kann die Kniescheibe  bereits bei kleineren Unfällen oder Fehlbewegungen aus ihrem Gleitlager springen (Patellaluxation). Die Kniearthrose (Gonarthrose) kann sowohl Früh- als auch Spätfolge eines Unfalls oder einer Meniskusoperation sein, es kann ihr eine rheumatologische Erkrankung zugrunde liegen oder es können genetische Ursachen vorliegen mit mechanischen Achsenabweichungen oder einer beeinträchtigten Knorpelresistenz.

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Fuss

Gängige Fussprobleme, die zum Orthopäden führen sind ein Hallux valgus, Hammer- und Krallenzehen, Schmerzen am Vorfussballen (Metatarsalgien) und das Morton-Neurom.